Steuervorteile nutzen und damit für den Ruhestand vorsorgen.

betriebliche Altersvorsorge

Die betriebliche Altersvorsorge hat in Deutschland eine lange Tradition. Vor mehr als 100 Jahren haben die ersten Unternehmen für ihre Mitarbeiter angespart, damit diese in der Rentenzeit laufende Einnahmen generieren. Im Laufe der Jahre hat sich die Betriebsrente dahingehend verändert, sodass die Mitarbeiter selber aus ihrem Bruttogehalt Beiträge entnehmen können und diese für die Altersvorsorge einzahlen.

Auch hier gab es in der Vergangenheit Veränderungen, es müssen die einzelnen Beiträge in die betriebliche Altersvorsorge nicht nur für eine Rentenzahlung eingebracht werden, sondern hier können mittlerweile auch Berufsunfähigkeitsversicherungen oder eine Kombination aus beidem gewählt werden.

Als Begriff für die Betriebsrente hat sich mittlerweile das Kürzel bAV eingebürgert. Die Vorteile der Entgeltumwandlung (Einzahlung aus dem Bruttogehalt in eine bAV) sind durch die Senkung des Bruttolohns die Steuer- und Sozialversicherungseinsparungen. Hier werden aber nicht nur die Arbeitnehmer entlastet, sondern auch der Arbeitgeber, da dieser auch einen Anteil der Sozialleistungen zahlen muss.

Der Oberbegriff der bAV bezieht sich aber auf alle Arten der Betriebsrente. Diese kann Arbeitgeber-, Arbeitnehmer- oder Mischfinanziert sind. In der Mischfinanzierung zahlt der Arbeitnehmer einen Teil und der Arbeitgeber einen Teil in die bAV ein. hier können z.B. auch die vermögenswirksamen Leistungen mit eingebunden werden, welche sonst oft in einen Bausparvertrag investiert werden.

Wichtiges schnell erklärt

  • betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist der Aufbau einer Zusatzrente über den Arbeitgeber
  • etwa 18 Millionen Arbeitnehmer hatten in 2015 Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge
  • es gibt mehrere Arten einer Betriebsrente:
    • der Arbeitgeber übernimmt die Beiträge komplett (Arbeitgeberfinanzierte Altersvorsorge)
    • der Arbeitnehmer zahlt die Beiträge für die Betriebsrente (Entgeltumwandlung)
    • beide übernehmen die Beiträge für die betriebliche Altersvorsorge (Mischfinanzierung)
    • Zusatzleistungen wie z.B. die vermögenswirksamen Leistungen können in die bAV einfließen
  • die Rente aus der betrieblichen Altersvorsorge muss später im Rentenbezug versteuert werden
  • Rentner in der gesetzlichen Krankenversicherung zahlten dazu die vollen Beiträge für diese

Wie gehen Sie vor

  • Wichtig ist vorab die Information, welche Möglichkeiten es zur betrieblichen Altersvorsorge in Ihrem Unternehmen gibt. Hier unterstützen wir Sie auch gerne in den Gesprächen
  • sprechen Sie den Arbeitgeber ruhig drauf an, ob dieser was von seiner Ersparnis zuzahlt
  • falls Ihr Arbeitgeber Ihnen keine Möglichkeit zur Betriebsrente anbieten möchte, weisen sie diesen ruhig auf seine Pflicht hin
  • achten Sie darauf, wenn Sie öfters die Arbeitsstelle wechseln, dass Sie sich von der Zuzahlung durch Ihren Arbeitgeber nicht zu sehr binden und entscheiden sich besser für eine Arbeitnehmerfinanzierte Entgeltumwandlung
Wann ist die betriebliche Altersversorgung sinnvoll

Grundsätzlich ist mittlerweile bekannt, dass für die Zeit in der Rente die gesetzliche Vorsorge durch die Rentenversicherung nicht ausreicht. Die Altersabsicherung auf mehrere „Pfeiler“ zu stützen ist hier sinnvoll und auch von vielen Seite aus angeraten. In diesem Zusammenhang kann ein Pfeiler die betriebliche Altersvorsorge sein, gerade in Hinsicht auf die Ersparnisse in der Steuer und der Sozialabgaben.

Dennoch muss die betriebliche Altersvorsorge nicht immer die beste Lösung für Sie sein, hier sind wir gefragt Ihnen die Vorteile und auch Nachteile aufzuzeigen und diese mit anderen Vorsorgemöglichkeiten gegenüber zu stellen.

In die Entscheidungsfindung einer betrieblichen Altersvorsorge sollten auch die persönlichen beruflichen Pläne mit einbezogen werden. In diesem Zusammenhang wäre eine Veränderung in eine selbstständige Tätigkeit zu nennen. Da als Selbstständiger (Sonderfälle ausgenommen) eine Entgeltumwandlung im klassischen Sinne nicht möglich ist.

Betriebliche Altersvorsorge wird durch den Arbeitgeber finanziert

Als die Betriebsrente eingeführt wurde hat der Arbeitgeber diese als Fürsorge für den Arbeitnehmer gesehen und diese Kosten dafür selber getragen. In der Zwischenzeit hat sich dies zwar nicht geändert, aber die Fürsorge ist der notwendigen Mitarbeiterbindung und der Positionierung als ein attraktiver Arbeitgeber gewichen.

Hinzu kommt noch, dass wir mittlerweile in Deutschland einen großen Mangel an Facharbeitern haben und diese sind mittlerweile in der Position sich den Arbeitgeber selber aussuchen zu können. Hier müssen sich die Arbeitgeber bereits in der Phase gut darstellen und soziale Anzeige ansetzen.

Fakt ist, wenn Ihr Arbeitgeber für Sie in die betriebliche Altersvorsorge einzahlt können Sie sich darüber freuen! Überlegen Sie nicht, wenn Ihr Arbeitgeber Geld vom Unternehmen für Sie investiert und nehmen diese Sozialleistung als ein Geschenk an. Da diese Beiträge nicht durch Sie versteuert werden, ist auf die spätere Rentenzahlung die Einkommenssteuer fällig und die Kosten für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung müssen von der Rente getragen werden. Hier loht es sich dennoch diese Leistungen mitzunehmen, da Sie für diese Rente keine Kosten hatten.

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